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gazine 9
erneuerbare
energie
Kosteneffiziente
Implementierung
derZustandsüber-
wachungfürgroße
undgeographisch
entlegeneWind-
parks
Die Beispiele des vorhergehenden
Abschnitts verdeutlichen eindeutig die
Vorteile, die eine Zustandsüberwa-
chung für den Betrieb und die Wartung
von Windkraftanlagen bietet. Wie aber
schon in der Einführung hervorgeho-
ben, erfordert ein kosteneffizientes
und erfolgreiches Überwachungs-
programm sowohl eine zentralisierte
Überwachung als auch eine wirksame
Integration in den Informations- und
Arbeitsfluss der Wartungsabteilung.
Auf technischer Seite müssen Syste-
me implementiert werden, die sowohl
mit Störgrößen (Windböen, Giermo-
menten, etc) als auch realen Fehlern
eine Flut von Warn- und Alarmmel-
dungen auslösen können. Allerdings
sollte die Wartungsabteilung nicht
mit mehr als einer Alarmmeldung je
Fehler belastet werden und daher ist
ein wirksames Alarmfiltersystem von-
nöten, um solch eine Flut von Alarmen
zu vermeiden.
Alarm Management ­ wie
eine Alarmflut vermieden
wird
Um die überschüssigen, gleichzeitigen
Alarme herauszufiltern, hat Brüel &
Kjær Vibro ein Alarm Management
System ­ den Alarm Manager ­ im
zentralen Diagnose-Server eingeführt.
Mehr als hundert charakteristische
skalare Werte jeder Windkraftanla-
ge werden überwacht. Jeder dieser
Werte wird in einer Leistungsklasse
gespeichert, welche die Betriebsbe-
dingungen der Anlage während der
Aufzeichnung widerspiegelt. Jede
dieser Leistungsklassen verfügt über
ein Alarmlimit, welches für jede Anlage
500 bis 1.000 Alarmmeldungen bedeu-
tet. Der Diagnose-Server überwacht
die aufgezeichneten Werte sehr genau
und schlägt Alarm, wenn ein Alarmlimit
überschritten wurde. Die Kombination
dieser Alarmmuster zeigt einen fort-
schreitenden mechanischen Fehler an
einem oder mehreren Anlagenkom-
ponenten. Das Alarm Manager Pro-
gramm sucht nach hochauflösenden
Alarminformationen in der Datenbank
des Diagnose-Servers, siehe Abb.5.
Sämtliche eingehende und bestehende
Alarme werden ausgewertet und zu ei-
ner einzelnen Alarmmeldung für jedes
Teil der Anlage zusammengefasst. Die
Alarminformation ist in fünf Dringlich-
keitsstufen unterteilt, um Vestas' Ser-
vice Management eine angemessene
Vorlaufzeit für einen sich entwickelten
Fehler zu geben [Tabelle 1].
Die automatisierte Dringlichkeitsein-
schätzung des Alarm Managers
resultiert in einer vorläufigen Dringlich-
keitsstufe, die anschließend von den
Diagnose-Experten im Überwachungs-
zentrum bestätigt oder ggf. geändert
wird. Das Ergebnis ist eine finale
Dringlichkeitsstufe, die in der CMS-
Alarmmeldung auftaucht, welche an
das Vestas Service Center übermittelt
wird (siehe `Integration des Service
Departments'). Die Aufteilung von
Alarmen in einzelne Dringlichkeitsstu-
Abb. 6. CMS-Alarmmeldung